Der Mensch im Theaterraum

 

Der Mensch geht ins Theater, in Tanzaufführungen oder Opern, um andere Menschen zu sehen. Die Aufführungsorte sind gross und hoch, mit Treppen und Rollstuhlrampen ausgerüstet, mit Belüftungsanlagen, Stühlen, Reihen, Gängen, Garderoben und Toiletten, welche allesamt massgeschneidert sind für das Tier Mensch. Alles ist genau auf die Körpergrösse von Menschen angepasst, auf ihre Bedürfnisse an Ordnung und ihr Ausmass an Geselligkeit. Aber Achtung: Hier ist das bereits normierte und dressierte Tier Mensch gemeint. Ein Tier, dass daran gewöhnt wurde, sich an geraden Linien zu orientieren, in rechtwinklig ausgerichteten Räumen zu denken und auf horizontalen, perfekt geebneten Böden zu laufen.

 

èNoch mehr ausarbeiten: Räume und wie durch ihre Strukturen «artgerechte» Haltung von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren verweigert wird.
Posthumanismus bringt einen dazu, den Menschen als Art und Arten anzuschauen, also zu fragen/fordern, wieso eigentlich nicht alle Regeln für alle gelten? und so in einer unerwarteten Rückkehrung die Tierrechte für Menschen zu fordern. Artgerechte Haltung für Menschen ist eine der verblüffenden Konsequenzen einer posthumanistischen Einstellung

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